Mittelschule bewarb sich erfolgreich um Teilnahme an Juniorwahl

Von Annabell Frankenfeld

Die Erwachsenen wählten im Wahllokal oder haben ihre Kreuze auf den Stimmzettel für die Landtags- und Bezirkswahlen per Briefwahl gemacht, noch nicht Wahlberechtigte Kinder und Jugendliche hatten am Freitag die Möglichkeit, an den U18-Wahlen teilzunehmen, wenn gleich ihre Stimmen zwar ausgezählt wurden, aber nicht gültig für das offizielle Gesamtergebnis sind. Ein weiteres Projekt, bei dem Jugendliche eine simulierte Landtagswahl durchführen können, ist die Juniorwahl, die dieses Jahr an der Mittelschule Viechtach stattfand.

Das Besondere an der Juniorwahl ist, dass man sich für die Teilnahme bewerben muss und nur etwa 500 Schulen für das Projekt ausgewählt werden. Bereits im vergangenen Jahr, damals im Rahmen der Bundestagswahl, hatte Tom Wittmann eine Bewerbung für die Mittelschule eingereicht. Es klappte aber erst heuer zu den Landtagswahlen mit einer Beteiligung.

Für dieses Projekt behandelten die Schülerinnen und Schüler in den achten, neunten und zehnten Klassen der Mittelschule einzelne Bereiche des Themenkomplexes „Wahl und Demokratie“. Dazu zählten etwa die Auseinandersetzung mit den Wahlgrundsätzen wie der Setzung der Erst- und Zweitstimme, die Fünf-Prozent-Hürde oder auch das Land-Bund-Verhältnis und Unterschiede zwischen Landtags- und Bundestagswahl. Auch das Wahl-O-Mat-Prinzip wurde erläutert sowie eine Koalition genauer unter die Lupe genommen. Mit Gruppenarbeiten und Internetrecherchen konnten sich die Schüler selbstständig mit den Wahlprogrammen einzelner Parteien auseinandersetzen.

Ziel ist es, ihnen mit diesen Unterrichtseinheiten im Fächerkomplex GSE (Geschichte, Sozialkunde und Erdkunde) zu vermitteln, wie wichtig es ist, wählen zu gehen.

Bereits ab der siebten Klasse befasst sich der Lehrplan mit politischen Themen. Mit diesen Unterrichtseinheiten zur Juniorwahl wird den Schülern der Stoff nochmal etwas anders und damit näher vermittelt, zumal sie ihr Wissen beim „Wahlprozess“ wirklich anwenden können.

Am Freitag vor der Wahl fand dann in einem in der Schule eingerichteten Wahllokal die Juniorwahl statt. Nachdem die Mädchen und Burschen mit ihrem Schülerausweis ihre Wahlberechtigung bewiesen hatten (was sie zur Not auch ohne Ausweis können, da sie ja vermutlich als Schüler erkannt werden), wurden sie ihre Stimmzettel mit Erst- und Zweitstimme versehen. Nach der Abgabe in die Wahlurne wurde der Name der einzelnen wählenden Schüler im Wählerverzeichnis eingetragen. Das Ergebnis dieser möglichst realistisch simulierten Wahl wird- wie bei der echten Wahl- ab Sonntag um 18 Uhr online auf der Internetseite der Juniorwahl zur Landtagswahl 2018 in Bayern einsehbar sein.